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Shopping - Leitfaden

Immer wieder gefordert werden einheitliche Standards bei der Einrichtung von Online-Shops, was Bestell- und Zahlungsabwicklungssysteme angeht. In der Realität ist das Internet davon noch sehr weit entfernt, auch wenn sich die Shoppingsysteme der großen Anbieter immer mehr ähneln. In unserem Shopping-Leitfaden lesen Sie eine kurze Bestandsaufnahme der derzeit üblichen Bestell- und Zahlungssystemen und erfahren, wo die Fallstricke lauern.

Einleitung  zum Seitenanfang

Überfüllte Geschäfte, rigide Ladenschlussregelungen, Parkplatzsorgen, Warterei an der Kasse – Einkaufen ist oft mehr Stress als Vergnügen. Da wundert es nicht, dass immer mehr lieber zu Hause bleiben und ihren Einkaufsbummel am heimischen PC erledigen – via Internet. Geld sparen sie damit in der Regel auch noch, denn der Wegfall von Ladenmieten und Transportwegen ermöglicht es den Internet-Händlern, ihre Waren durchweg günstiger als im Geschäft anzubieten. Nach einer Untersuchung der Wirtschaftsberatung Ernst & Young waren immerhin 87 Prozent der geprüften Produkte online billiger zu haben als in herkömmlichen Läden.

Online-Shopping befindet sich unaufhaltsam auf dem Vormarsch: Einer Untersuchung des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels e.V. nach stieg der Internetumsatz des Versandhandels in 2003 gegenüber zum Vorjahr um 34 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro (2002: 2,7 Mrd. Euro). Damit hat sich der E-Commerce-Umsatz gegenüber dem Jahr 2000 mehr als verdreifacht und erreicht inzwischen einen Anteil am gesamten Versandhandelsumsatz von gut 17 Prozent. Statistisch gesehen bestellt jeder Deutsche pro Jahr für knapp 260 Euro im Versandhandel, davon entfallen 44,20 Euro auf Online-Bestellungen übers Internet.

Doch es besteht noch einiges an Handlungsbedarf, damit das Bestellen online tatsächlich so einfach und selbstverständlich wird wie die Katalogbestellung oder der Griff zum Telefonhörer beim Tele-Shopping: Immer noch fehlt beispielsweise ein den Gegebenheiten und Besonderheiten des Mediums Internet angepasstes Zahlungsmittel – Stichwort Cybercash –, und verwirrend kommt hinzu, dass in Sachen Bestellsysteme jeder Anbieter sein eigenes Süppchen kocht. Immerhin haben sich unterdessen einige Mindeststandards in den Warenkorbsystemen etabliert wie etwa die Möglichkeit der nachträglichen Änderung der Anzahl oder der Stornierung von einzelnen Artikeln oder des ganzen Einkaufs.

Die größte Hürde aber ist die Zersplitterung des aktuellen Shopping-Angebots in Tausende von Einzeladressen und in Hunderte von kleinen Shopping-Malls. Es gibt fast nichts, was es im Internet nicht zu kaufen gäbe, allein der Surfer weiß nicht, unter welcher Adresse er es bekommt. Mit den Preispiraten lässt sich dieses Manko weitgehend aufheben, als Produktsuch- und -sortiermaschine versammelt das Programm eine große Auswahl wichtiger Online-Versender aller Sparten unter einer einheitlichen Oberfläche und macht so Angebote, Produkte und Preise vergleichbar.

Bestellsysteme im Internet  zum Seitenanfang

So unterschiedlich, wie die Waren im Internet präsentiert sind – mal spröde als lange tabellarische Auflistung, mal multimedial mit Vorschaubild, Klangdatei und ausführlicher Beschreibung –, so unterschiedlich sind auch die Bestellsysteme. Generell lassen sich derzeit drei Systeme unterscheiden:

E-Mail:

Zum einen dient als primitivstes Bestellsystem eine Technik, die es sogar schon vor dem World Wide Web gab: die E-Mail. Das bedeutet, Sie klicken auf einen Link, hinter dem die E-Mail-Adresse des Händlers hinterlegt ist, woraufhin sich Ihr E-Mail-Editor öffnet und Sie einfach schreiben, was Sie wünschen. Diese Methode ist zum Glück kaum noch anzutreffen, denn sie bietet fast nur Nachteile: Nicht jeder Browser ist auch für E-Mail konfiguriert, so dass Sie beim Klicken auf den E-Mail-Link eventuell nur eine Fehlermeldung erhalten. Außerdem ist die Methode aufgrund der dezentralen Struktur des Internet sehr unkomfortabel und auch unsicher: Die E-Mail mit Ihren persönlichen Daten passiert auf ihrer "Reise" zum Händler mitunter Hunderte von anderen Rechnern, und auf jeder dieser Zwischenstationen können die übermittelten Daten von geschickten Hackern ausgelesen werden. Sie sollten also keinesfalls sensible Daten wie Ihre Bankverbindung oder gar Ihre Kreditkartennummer einer E-Mail anvertrauen.

Online-Formular:

Die zweite, sehr weit verbreitete Technik ist das Online-Formular. Es bietet Ihnen je nach Ausführung schon etwas mehr Komfort, Sie müssen die Artikel etwa nicht mühsam nochmals eintippen, sondern können sie bequem aus Klapplisten auswählen. Beachten Sie aber, dass aus den online eingegebenen oder ausgewählten Daten in der Regel auch wieder eine E-Mail erzeugt wird, die entweder von Ihrem Rechner oder vom Serverrechner aus an den Händler geht. Bezüglich der Sicherheit gilt also das im vorigen Absatz Gesagte.

Warenkorbsystem:

Die dritte, derzeit fortschrittlichste Technik ist das "Warenkorbsystem". Hier betätigen Sie in der Regel nur eine Schaltfläche neben der Produktbeschreibung, auf der "Bestellen" oder "In Warenkorb legen" steht. Solche Warenkörbe sind manchmal recht einfach gehalten, oftmals handelt es sich aber auch um komplexe Online-Programme, wie beispielsweise der vorbildliche PC-Konfigurator von Dell (www.dell.de), mit dem Sie die Ausstattung Ihres Wunsch-PCs online bis ins Kleinste festlegen können. Warenkorbsysteme haben den Vorteil, dass Sie Ihren virtuellen Warenkorb während des Online-Einkaufvorgangs jederzeit einsehen, Mengen ändern oder Positionen wieder streichen können. Gerade bei größeren Versandhäusern oder bei Anbietern mit einem verlangten Mindestbestellwert, bei denen man in der Regel mehrere Dutzend Artikel erwirbt, ist ein solches Bestellsystem unverzichtbar.

Zahlungssysteme beim Online-Shopping  zum Seitenanfang

Vorkasse:

Die Vorkasse ist für den Händler natürlich am sichersten, muss er die Ware doch erst auf den Weg bringen, wenn er die Zahlung schon verbucht hat. Sie sollten diesen Zahlungsweg nur bei kleinen Online-Shops akzeptieren und dort auch nur, wenn Sie mit dem Händler mindestens einmal per E-Mail oder telefonisch Kontakt hatten. Ansonsten sollten Sie Vorkasse nur bei eBay akzeptieren, im Online-Shopping hat diese Zahlungsart hingegen prinzipiell nichts verloren. Stehen keine anderen (elektronischen) Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung, sollten Sie die paar zusätzlichen Euro in eine Nachnahmesendung investieren. Bietet der Händler diese nicht an, ist Misstrauen angezeigt. Eine besondere Form der Vorkasse, die in der Regel per traditioneller Banküberweisung geleistet wird, ist die Online-Überweisung, bei der in die Bestellung das vorausgefüllte Überweisungsformular aus dem Onlinebanking-Modul der Bank des Kunden integriert wird. Diese Art der Zahlung sollten Sie nur akzeptieren, wenn Sie auch die "Ware" sofort erhalten, beispielsweise beim Software-Kauf via Download.

Bankeinzug (Lastschrift):

Beim Bankeinzug handelt es sich streng genommen nur um eine andere Variante der Vorauskasse, auch hier treten Sie in Vorleistung. Dennoch ist diese Variante der Überweisung vorzuziehen, da Sie hier auch selbst die Möglichkeit haben, eine Ermächtigung zur Lastschrift zu widerrufen und Lastschriften auf Ihrem Konto rückgängig zu machen. Eine interessante Alternative ist der Bankeinzug, wenn Sie in dem betreffenden Shop schon zufriedener Kunde sind: Zum einen ist es ein für Sie sehr bequemer Zahlungsweg, zum anderen bieten viele Händler Anreize wie beispielsweise Skontorabatt, wenn Sie ihnen eine Einzugsermächtigung erteilen.

Kreditkarte:

Die Zahlung mit der Kreditkarte gehört mit zu den beliebtesten Zahlungswegen beim Online-Shopping. Relative Sicherheit wird durch so genannte SSL-Server ("Secure Socket Layer") garantiert. Hierbei werden die übermittelten Kreditkartendaten so verschlüsselt, dass sie bei der Übertragung zum Händler durch Dritte nicht mehr einsehbar sind. Eine SSL-Übertragung erkennen Sie daran, dass Ihnen in der Statuszeile Ihres Browsers ein unzerbrochener Schlüssel oder ein geschlossenes Vorhängeschloss angezeigt wird, zudem erhalten Sie in der Regel eine Bildschirmmitteilung, die Sie mit "OK" wegklicken müssen, sobald Sie einen SSL-Server betreten oder verlassen. Zahlungen über Kreditkarte können Sie im Fall der Fälle rückgängig machen lassen, Vorteil bei dieser Zahlungsart für Sie ist natürlich nicht zuletzt die Kreditierung des Kaufbetrags durch die Karte. Den Vorzug sollten Sie hierbei in jedem Fall Shops geben, die auch den 3- oder 4-stelligen Zusatzcode auf Ihrer Karte abfragen: Dieses Verfahren schützt vor Kartenmissbrauch durch Unbefugte, da diese Nummer nur auf der Karte selbst steht, nicht aber auf Quittungen oder Abrechnungen erscheint. Zahlungsabwicklungssysteme: Zahlungssysteme wie das von eBay bekannte PAYPAL funktionieren zumeist ebenfalls per Kreditkarte oder auch per Lastschrift. Oftmals übernehmen solche Zahlungssysteme gleichzeitig eine Trust-Funktion, d. h. sie fungieren als neutraler Vermittler zwischen Kunde und Händler. Falls Sie mit einem Zahlungssystem zahlen, sollten Sie darauf achten, dass der Shop-Anbieter nicht die händlerseits zu tragenden Systemgebühren auf Sie abwälzt.

Nachnahme:

Mit eine der sichersten Zahlungsweisen ist die Lieferung per Nachnahme: Hierbei kassiert der Paketbote den fälligen Betrag in bar an der Tür bei Lieferung. Wichtig: Bei sensiblen Lieferungen wie Glas oder Porzellan oder bei Ihnen noch unbekannten Händlern sollten Sie das Paket noch in Anwesenheit des Boten öffnen, um bei Schäden einen Zeugen zu haben. Nachteile der Nachnahme: Man ist nicht immer zum richtigen Zeitpunkt zu Hause und muss das Paket dann doch selbst bei der Post abholen, außerdem kommt zum Kaufpreis noch die Nachnahmegebühr dazu.

Auf Rechnung:

Für den Kunden die sicherste Zahlungsart ist natürlich das Zahlen auf Rechnung, also nach Erhalt der Ware, der die Rechnung dann beiliegt. Da diese Zahlungsart umgekehrt für den Händler mit den meisten Risiken verbunden ist, wird sie oft erst ab der zweiten Bestellung, nur für Firmenkunden oder gegen eine Gebühr angeboten.

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